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Nesamovyte-See. Foto: Taras Kowaltschuk
Дорога на полонину Апецька
Weg zur Apezka-Alm. Foto: Hari Krishnan

Touristisch Highlights

Wenn du eine unglaubliche Reise planst und dich fragst, welche Route die beste ist – hier ist eine Liste mit tollen Ideen!

Das majestätische Uhljansko-Schyrokoluschanskyj-Massiv

Das Herzstück des Karpaten-Biosphärenreservats ist das Uhljansko-Schyrokoluschanskyj-Massiv. Mit einer Fläche von 15.580 Hektar beherbergt es das größte zusammenhängende Urwaldgebiet mit Rotbuchen in Europa, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Hier wurde nie Forstwirtschaft betrieben, weshalb die Wälder ihre ursprüngliche Form bewahrt haben.

Charakteristisch sind die gewaltigen Kalksteinblöcke und Karstformationen. Felswände ragen bis zu 70 Meter empor. Es gibt über 30 Höhlen, darunter die größte Höhle der Karpaten – „Druschba“ (Freundschaft) mit ca. 1 km Länge. In der Höhle „Molotschnyj Kamin“ wurden Siedlungsspuren aus der Altsteinzeit gefunden.

Die höchsten Gipfel des Massivs sind Uhljanska Plescha (1708 m) und andere markante Erhebungen.

Die Tierwelt ist faszinierend: Luchse, Wölfe, Braunbären und Füchse sind hier heimisch. Besonders wertvoll sind Bestände von Karpatenhirschen. Dieses Ökosystem ist einzigartig für die ukrainischen Karpaten. Der Schutz dieser Gebiete bewahrt die Natur für künftige Generationen.

Угольсько-Широколужанський масив
Das majestätische Uhljansko-Schyrokoluschanskyj-Massiv
Карстова печера Дружба
Karsthöhle Druschba

Karsthöhle Druschba

Am Rande des malerischen Dorfes Mala Uhlja befindet sich die größte Höhle der ukrainischen Karpaten – „Druschba“. Sie entstand durch Karstprozesse und ist ein beliebtes Ziel für Forscher und Abenteurer.

Die Gänge erstrecken sich über einen Kilometer, die Tiefe beträgt 46 Meter. Die Temperatur liegt konstant zwischen 5 und 8°C bei einer Luftfeuchtigkeit von fast 100 %.

Im Inneren offenbart sich eine geheimnisvolle Welt aus Stalaktiten und Stalagmiten. Besonders faszinierend sind die „Heliktiten“ – Kalzit-Formationen, die in skurrilen Windungen wachsen. Ihre Entstehung gibt Forschern bis heute Rätsel auf.

Ganz in der Nähe befindet sich ein weiteres Naturwunder: die Karstbrücke.

Karstbrücke

Die Karstbrücke ist ein gigantischer Felsbogen aus Kalkstein. Dieses einzigartige Naturdenkmal bei Mala Uhlja zieht Besucher aus dem ganzen Land an.

Der Fels entstand vor Jahrtausenden, als die Karpaten noch Meeresboden waren. Durch Karstprozesse bildete sich im Laufe der Zeit ein 10 m breiter und 3 m hoher Durchgang. Die Brücke steht auf drei „Beinen“, unter denen man bequem hindurchgehen kann.

Der Wanderweg beginnt an der Forststation in Mala Uhlja. Unterwegs passiert man eine funktionierende Wassermühle und uralte Buchenurwälder (UNESCO-Erbe). Von oben bietet sich ein Panorama über das Theiß-Tal bis zu den rumänischen Karpaten.

Die Brücke markiert den Endpunkt einer Route durch das Reservat. Der Aufstieg umfasst ca. 450 Höhenmeter und die Wanderung dauert insgesamt etwa 4–5 Stunden.

Карстовий міст
Karstbrücke
Високогірне озеро Синевир
Synevyr-See. Foto: Taras Kowaltschuk

Hochgebirgssee
Synevyr

Der Synevyr-See ist der größte und tiefste Hochgebirgssee der Ukraine und das Herzstück des gleichnamigen Nationalparks. Er liegt auf 989 m Höhe.

Der See entstand vor etwa 10.000 Jahren durch einen Erdrutsch nach einem Erdbeben. Er ist 4–5 Hektar groß und bis zu 22 m tief.

Die von Fichten bewaldeten Hänge verleihen dem Ort eine majestätische Atmosphäre. Eine kleine Insel in der Mitte lässt den See wie ein Auge aussehen, weshalb er auch „Auge des Meeres“ genannt wird. Bekannt ist auch die Holzskulptur „Syn und Vyr“, die an eine tragische Legende erinnert.

Das Wasser ist glasklar, aber selbst im Sommer nicht wärmer als 13°C – Schwimmen ist also nicht möglich.

Staudamm Tereblja-Rizka

Der malerische Wilshany-Stausee liegt am Fluss Tereblja bei Kolotschawa. Inmitten bewaldeter Berge funkelt das smaragdgrüne Wasser, das vom Synevyr-See hierher geleitet wird.

Im Jahr 1956 errichteten Ingenieure das einzigartige Wasserkraftwerk Tereblja-Rizka. Während der Stausee bei Wilshany liegt, befindet sich das Kraftwerk selbst auf der anderen Seite des Berges in Nyschnij Bystryj.

Für den Bau des Damms mussten zwei Dörfer vollständig geräumt werden. Die Bewohner wurden im Rahmen staatlicher Pläne umgesiedelt.

Die Menschen verließen ihre Heimat schweren Herzens. Häuser wurden teilweise abgebaut und an neuen Orten wieder errichtet, während andere Entschädigungen erhielten.

Heute ist der Ort ein beliebtes Ausflugsziel. Man kann die beeindruckende Staumauer begehen, die Stille des Sees genießen und Legenden über geheimnisvolle Wesen lauschen, die am Grund des Stausees leben sollen.

Плотина Теребле-Ріцької ГЕС
Staudamm Tereblja-Rizka